Unter dem Begriff „chemisches Peeling“ versteht man eine kontrollierte Störung und Trennung der Oberflächenschichten der Haut durch die Anwendung von Säuren in verschiedenen Konzentrationen.
Nach der Erneuerung der Haut folgt die Bildung der neuen Komponente des Hautgewebes: Kollagenfasern und elastische Fasern und neue Epithelzellen. Die neue Haut hat ein gesünderes und strahlenderes Aussehen.
Nach der Tiefe der Wirkung auf Hautschichten werden das oberflächliche Peeling, das mitteltiefe Peeling und das tiefe Peeling unterscheidet. Je tiefer das Peeling ist, desto markanter das Effekt ist, aber die Heilungszeit verlängert sich.
Vor dem chemischen Peeling ist es nötig, sich zu Hause vorzubereiten, diese Vorbereitung dauert gewöhnlich 2-3 Wochen. Die Vorbereitung erhöht die Intensität des Peelings und hilft zum Erzielen des optimalen Ergebnisses. Nach dieser Vorbereitung folgt die Anwendung von höherer Konzentration des Präparates beim Arzt. Meistens werden 3-4 Sitzungen im Zeitabstand von 2-3 Wochen durchgeführt.
Die behandelten Partien sind nach dem Eingriff rot und während einigen Tagen schält die Haut sanft ab.
Heute werden zum chemischen Peeling am häufigsten Fruchtsäuren verwendet / z.B. Glykolsäure/. An unserer Klinik verwenden wir Präparate Neostrata.
Eine Neuigkeit in diesem Gebiet ist BIOMEDIC – das Peeling mittels Lipohydroxysäuren von der Firma LaRoche Posay, das sehr schonend zur Haut ist.
Während der Peeling-Therapie ist es nötig, die Haut vor den Sonnenstrahle zu schützen und Cremes mit hohem UV Filter zu benutzen.
Chemisches Peeling eignet sich zur Linderung der Veränderungen verbunden mit Älterung der Haut /feine Falten, die verlorene Elastizität, Pigmentierung/.
Weiter wird es zur Aknetherapie ausgenutzt, weil es die übermäßige Produktion von Hauttalg erniedrigt und die Störung von Verhornung im Bereich der Talgdrüsen-Ausführungsgang verbessert.
Ihr Arzt wird Sie am besten beraten, welche Art von Peeling für Ihren Hauttyp geeignet ist. Er wird Sie auch über das Ergebnis, das Sie erwarten können, sowie über evtl. Risiken informieren. Vor der Anwendung des chemischen Peelings wird die Haut mit einer speziellen Creme oder einer konzentrierten Lösung (8-10%) sowie mit einer Creme mit hohem UV-Schutzfaktor behandelt. Dadurch wird eine gleichmäßige Ablösung der Hautoberfläche vermieden, eine schnellere Heilung gefördert sowie das Risiko einer Infektion und das mögliche Auftreten von unregelmäßigen Farbveränderungen der Haut vermindert.
Die Creme wird innerhalb der ersten 7-14 Tage einmal täglich – abends – auf die gereinigte Haut aufgetragen. Bei guter Verträglichkeit kann die Anwendung der Creme innerhalb der nächsten 2 Wochen bis auf 2x täglich- morgens und abends – erhöht werden. Gewöhnlich fühlt der Patient einige Minuten sanftes Stechen oder Brennen. Falls diese Gefühle innerhalb einigen Minuten nicht aufhören, ist es nötig, die Creme jeden zweiten Tag aufzutragen, bis sich die Haut an die Wirkung von Fruchtsäuren gewöhnt.
Es wird gebeten, am Tag der Peeling-Behandlung kein Make-up zu benutzen und die zu behandelnden Stellen nicht zu rasieren.
Unmittelbar vor der Behandlung wird die Haut gereinigt und mit einer speziellen Lösung entfettet. Mit einem feinen Pinsel wird die Säurelösung auf das Gesicht aufgetragen. Die Säure wirkt etwa 2-7 Minuten und wird nachher mit einer speziellen Neutralisierungslösung entfernt. Während der Behandlung kann ein leichtes Stechen und Brennen verspürt werden. Das Auflegen von kalten Umschlägen nach der Behandlung beruhigt jedoch die Haut und minimiert diese unangenehmen Gefühle.
Rötung (Erythem). Gewöhnlich verschwindet nach der Erholung. Bei manchen Hauttypen kann dieser Zustand einige Wochen andauern.