Injektionslipolyse
Die südamerikanische Dermatologin Dr. Rittes ist auf die Idee gekommen, Fett mittels Injektionen zu entfernen. Sie hat die Methode entwickelt, bei der der Stoff Phosphatidylcholin – ein natürliches Präparat, das aus Sojabohnen erzeugt wird – direkt in Fettpolster, an jeder beliebigen Stelle des Körpers, gespritzt wird. Der Stoff unterstützt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung. Diese Methode wurde von Dr. Hasengschwadtner aus Österreich weiter entwickelt. Er hat über 1000 Anwendungen durchgeführt.
Die Injektionslipolyse ist allerdings keine Wundermethode zur Gewichtsreduktion. Die Methode eignet sich für PatientInnen, die Fettablagerungen im Körper haben und diese weder durch Diäten noch Sport vermindern können. Durch diese Methode werden Körperkonturen verändert.
Im Vergleich zur Liposuktion, die ein Operationverfahren zur Entfernung von größerer Mengen Fett ist, kann dieser Eingriff ohne Anästhesie und Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden. Nach dem Eingriff muss keine spezielle Wäsche getragen werden und PatientInnen können sofort wieder zur Arbeit gehen.
Die Substanz wird mittels einer dünnen Nadel direkt in das Fettgewebe injiziert. Nach dem Eingriff können an den behandelten Stellen Rötungen, Schwellungen und Juckreiz auftreten. Nach ein paar Tagen verschwinden diese Nebenwirkungen. Optimal sind 2 bis 4 Behandlungen mit jeweils einem Zeitabstand von 6 bis 8 Wochen. Über 80% der PatientInnen sind schon nach 2 bis 3 Behandlungen zufrieden. Ihre Fettdepots waren deutlich reduziert und der Effekt ist dauerhaft.
Körperbereiche, die behandelt werden können:
- Unterkinn
- Wangen
- Schenkel (außen und innen)
- Gesäß
- Arme
- Bauch
- Fettpolster an Schultern, Armen, Gelenken, Rücken
- Cellulitis
Die Anzahl der Behandlungen hängt vom behandelten Bereich ab und ist bei jedem Patienten oder jeder Patientin unterschiedlich. Männer reagieren unterschiedlich als Frauen, aufgrund einer anderen Struktur des Bindegewebes und anders gelagerten Fettzellen.
