Im Laufe der Zeit verändert sich das Schönheitsideal, die Menschen verhalten sich entsprechend der gegenwärtigen Modetrends, eine übermäßige Körperbehaarung ist heute, insbesondere bei Frauen, unerwünscht. Mehr als 90% der Klienten, die sich der Laserepilation unterziehen, sind Frauen – und zwar in verschiedenen Ländern und Kulturen. Sie möchten die Behaarung im Gesicht entfernen lassen – am häufigsten an der Oberlippe und am Kinn und am Körper – im Wadenbereich, der Bikini-Zone und den Achselhöhlen. Die Männer wünschen sich eine dauerhafte Entfernung der Körperbehaarung am häufigsten am Rücken und auf den Schultern.
Die Körperbehaarung ist meistens genetisch bedingt. Bei Menschen mit dunklerer Haut, z.B. aus Mittelmeerische Gebieten, ist die Körperbehaarung deutlich stärker und das ist natürlich.
Aber bestimmte Erkrankungen, Einnehmen von einigen Medikamenten, oder Transsexualität, können auch die Ursache für übermäßige Behaarung sein. Am häufigsten wird jedoch die erhöhte Körperbehaarung durch eine Störung der Drüsen mit innerer Sekretion verursacht. Deshalb ist es nötig, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, bevor Sie sich für die Epilation entscheiden.
Der Laserstrahl wird durch das Hautpigment Melanin absorbiert, das sich in den Zellen der Haarwurzel befindet. Durch die Umwandlung der Lichtenergie in Wärme wird die Haarwurzel verbrannt. Damit wird das Haar dauerhaft entfernt.
Jedes einzelne Haar am Körper erreicht zuerst die Phase des aktiven Wachstums, danach erfolgt die Ruhephase und schließlich die Phase des Haarausfalls. Für eine bestimmte Zeit bleibt die Haarwurzel inaktiv und tritt später wieder in die Wachstumsphase ein. Während dieser Phase sind alle Zellen, auch die Zellen, die das Hautpigment bilden, sehr aktiv und reich an Melanin.
Um ein Maximum der Haare während der Wachstumsphase zu entfernen, muss die Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Die Haar-Wachstumsphase dauert je nach Körperbereich verschieden und der Behandlungstermin muss so gewählt sein, dass sich möglichst viele Haare in dieser Phase befinden.
Üblicherweise sind in Rahmen der Behandlung eines Körperbereiches drei Eingriffe erforderlich. Die Bereiche, in denen das Wachstum der Haare hormonal bedingt ist (Oberlippe, Kinn), muss mit mehreren Sitzungen gerechnet werden. Der Arzt wird Sie diesbezüglich beraten.
Die beste Wirkung erreicht der Laserstrahl bei Menschen mit heller Haut, mit dichtem, dunklem Haar. Bei braunem und blondem Haar wird die Behandlung in der Regel öfters durchgeführt. Bei Menschen mit rotem und grauem Haar ist der Effekt der Behandlung sehr schlecht.
Der Hauptbestandteil des Lasers ist eine Glasplatte, über die kaltes Wasser fließt und über die gleichzeitig der Laserstrahl verläuft. Durch die Wirkung der Platte wird die Haut angenehm gekühlt und beruhigt, sodass die Schmerzempfindlichkeit minimiert wird.
Während des Eingriffes kann ein leichtes Brennen oder Stechen verspürt werden. Die Empfindlichkeit ist individuell. Bei Behandlung der empfindlichen Körperbereiche wie Achselhöhlen oder Halspartie kann eine Creme zur Schmerzbetäubung verwendet werden.
Die Augen müssen während der Behandlung mittels spezieller Brille geschützt werden und der Patient darf diese Brille nicht abnehmen.
6 Wochen vor der Behandlung darf das Haar nicht entfernt werden (z.B. mittels Wachs, Pinzette oder Depilationsgerät etc.)
Erst einen Tag vor der Behandlung müssen die Haare rasiert werden.
Bei gebräunter Haut durch Sonne oder Solarium wird die Behandlung nicht durchgeführt und man muss abwarten, bis die Hautpigmentation schwächer wird.
Mindestens einen Monat nach der Behandlung sollte die Sonne möglichst vermieden werden. Die ganze Zeit der erhöhten Empfindligkeit der Haut empfehlen wir, eine Creme mit hohem UV-Schutzfaktor (30 und mehr) zu verwenden. Damit keine Pigmentflecken entstehen, empfehlen wir, solche Cremes während der Sommermonate und in der Zeit zwischen den einzelnen Eingriffen weiterhin zu benutzen.
Wenn sich der Patient an alle Anweisungen des Arztes hält, ist die Laserepilation wirksam und ohne großes Risiko.
Bei Patienten mit dunklerer Haut kann es vereinzelt zur Komplikation der vorübergehenden Depigmentation und zu der Möglichkeit von leichten Verbrennungen mit Haurötung und Bläschenbildung kommen.