Bei jeder Hautverletzung entsteht eine Narbe. Wie die Narbe aussieht, hängt von der Art und der Größe der Verletzung evtl. von einer weiteren Erkrankung und natürlich von der Heilkapazität des betroffenen Patienten ab. Die Narben unterscheiden sich durch die Farbe, Höhe – hypertrophische oder hypotrophische Narben. Die Keloidnarben entstehen z.B. bei Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Disposition, eventuell nach starkem, exogenem Eingriff in die Haut. Diese Narbenbildung ist bedingt durch Alter, Geschlecht und die Hautstelle der primären Verletzung. Das Aussehen der Narben und eine eventuelle Bewegungsbeschränkung können den Patienten traumatisieren. Bei jeder Operationsplanung müssen die oben angeführten Faktoren berücksichtigt werden, damit eine evtl. Nachoperation vermieden werden kann. Es hängt von dem plastischen Chirurgen ab, welche Methode nach dem Gespräch mit dem Patienten praktiziert wird:
Für die Akne-Narben in dem Gesichtsbereich, bei Behandlung der posttraumatischen Narben und evtl. chirurgischen Narben wird die Dermabrasion angewandt. Es handelt sich um eine Methode, bei der die erhabenen Narben mit Hilfe einer hochdrehzahligen Fräse geschliffen werden.
Die Dermabrasion sowie die Narbenexzision können sowohl bei Lokalanästhesie als auch bei Vollnarkose durchgeführt werden. Die Art der Anästhesie ist von dem Umfang und dem Ort des Eingriffes abhängig.
Nach dem Eingriff kann eine erhöhte Pigmentbildung auftreten, besonders nach der Wirkung von UV-Strahlen. Aus diesem Grund muss mindestens 6 Monate lang nach dem Eingriff der höchste Sonnenschutzfaktor bei Cremes verwendet werden.
Die hypertrophischen sowie die Keloidnarben können manchmal schmerzhaft sein und Juckreiz verursachen. Es gibt leider keine verwendbare Methode, die einen 100%-igen Erfolg des Eingriffes garantiert. Die Dauer der Heilung hängt von den biochemischen, genetischen, metabolischen und immunologischen Voraussetzungen des Patienten ab, durch die das Entstehen der Narbe bedingt wurde. In Anbetracht der komplizierten Problematik ist die Zusammenarbeit des Patienten mit dem Arzt notwendig. Der Arzt bemüht sich selbstverständlich jederzeit, dem Patienten das beste Verfahren bei der Therapie auszuwählen.